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Adrian Weczerek alias Eberhard I. von der Mark
Adrian Weczerek alias Graf   Eberhard I. von der Mark
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Graf Eberhard I. von der Mark

 

 

 

Geboren ca. 1255
Beigesetzt im Hochgrab in der Stiftskirche zu Fröndenberg bei seiner 1. Frau Irmgard von Berg.
 
1. Ehe: 29.01.1273 mit Irmgard von Berg geb. 1245, gestorben am 22/24.03.1294
2. Ehe: Maria von Looz

 

Amtszeit: 16.11.1277 bis 04.07.1308.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Graf Eberhard kämpfte Zeit seines Lebens gegen die Macht Kurkölns, beteiligte sich natürlich auch am 05.06.1288 bei der Schlacht von Worringen.

Er ritt an der Seite seines Schwagers Graf Adolf V. von Berg, der den linken Flügel bei der Schlacht von Worringen anführte.

 

 

 

 

 

 

Das Wappen der Grafen von der Mark, im märkischen Raum vielfach Grundlage für kommunale Wappen.

 

 

 

Eberhard I.      1277- 1308
Engelbert II.    1308- 1328
Adolf II.             1328- 1347
Engelbert III.   1347- 1391
Unter den Sandsteinplatten der Fröndenberger Stiftskirche liegen außer dem Stifter der Klosterkirche, Otto Graf von Altena (1245- 1262) vier Herrscher. Aus dem märkischen Grafengeschlecht ruhen hier von ihrem oft unsteten und kämpferischen Leben aus:

 

Der so genannte Schachbalken war nur als dreireihig von rot und silbern beschrieben. Die Anzahl der Schachfelder variierte in der Breite nach Größe des Schildes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1277: Eberhard wird am 16.11.1277 zum Graf von der Mark ernannt und darf sich von nun an Graf Eberhard I. von der Mark nennen.
Dies geschah, weil sein Vater, Graf Engelbert I. von der Mark, in Tecklenburg geschäftlich unterwegs war und dort in einen Hinterhalt von Hermann von Lon geriet. Er wurde schwer verletzt, gefangen genommen und auf die Burg Bredevoort mitgenommen. Dort verstarb er am 16.11.1277.

1278: Graf Eberhard belagert die Burg Bredenvort. Der Leichnam seines Vaters wurde herausgegeben und ehrlich in Cappenberg bestattet. Die Burg wurde weiter belagert und danach zerstört.
Im selben Jahr wurde Graf Eberhard auf den Hof des Königs Rudolf I. von Habsburg genommen. Der König hatte ihn gern zur Gesellschaft, da er freundlich und redegewandt war. Graf Eberhard wurde persönlich vom König Rudolf zum Ritter geschlagen.

 

(Gemälde und Rekonstruktion von Wilhelm Quincke, Altena)

 

 

 

1279: Graf Eberhard trägt dem Kölner Erzbischof Siegfried die Villa Lüdenscheid als Lehen auf und empfing sie als solches zurück.

 

1287: Überfall auf die Grafschaft Mark von Ritter Dietrich genannt Kigge mit seinen Helfershelfern von der Burg Ahsen an der Lippe. Eberhard, der gerade in Camen zugegen war, erfuhr dieses und machte sich sofort mit seinen Männern, die ihn begleiteten, auf den Weg und verfolgte den Ritter und seine Helfershelfer. Als diese kurz vor ihrer Burg Ahsen waren, schickten sie ihre Pferde in die Burg und erwarteten Eberhard am Ufer der Lippe. Eberhard war in der Unterzahl, er stürzte, erhob sich wieder und schlug sie völlig. Einige ertranken in der Lippe, einige wurden gefangen genommen und wenige entrannten. Graf Eberhard belagerte die Burg. Nach einigen Tagen übernahm er die Burg und zerstörte diese.
 Graf Eberhard belagert die Burg Raffenberg mit Belagerungswerkzeugen und Wurfmaschinen.

 

 

 

 

1288: Nach Einnahme der Burg Raffenberg tritt der Graf mit den Seinen den Marsch nach dem Rheine an, zur Schlacht bei Worringen. Als einer der letzten kommt er ins Lager vom Herzog von Brabant und kämpft an der Seite seines Schwagers Graf Adolf V. von Berg im linken Flügel.
Nach der gewonnen Schlacht belagert er die Stadt Werl, zwingt sie zu Übergabe, macht Mauern und Graben dem Boden gleich.
Burg Volmerstein sowie auch die Burg Isenberg werden belagert und zerstört.
 

 

 

 

 

 

 

 

1289: Eberhard I. erhält vom Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg volles Befestigungsrecht zugestanden und die Anerkennung als Reichsfürst, die auch schon seinem Vater zugesprochen worden war, was die entscheidende Wende im Verhältnis beider Gewalten bedeutete. Er profitierte damit auch am meisten von allen westfälischen Fürsten, gewann unter anderem Gummersbach, Lünen mit allen bischöflichen Rechten, Westhofen, Brackel, Werl, Menden, Isenberg, Volmarstein und Raffenberg, dazu die Vogtei von Essen.

 

 

 

 

 

1291: Einrücken in das Land des Bischofs von Osnabrück und Verwüstung des Landes.

 

 

1292: König Rudolph I. von Habsburg stirbt.

 

1293: Feldzug mit dem neuen König Adolf von Nassau ins Land Meissen.

 

 

 

1295: Belagerung der Stadt Recklinghausen und der Burg Wassenberg mit Hilfe des Herzogs Johann II. von Brabant.

 

1300: Fehde zwischen Eberhard und dem Ritter Sobbo, der sich zur Verstärkung den Erzbischof Wiebhold von Köln holte. Die Fehde ging zu Gunsten von Eberhard aus.

 

 

 

1301: Eroberung und Zerstörung der Burg Rodenberg. Burg und Stadt Lechenich werden übergeben und geschliffen. Der Sieg geht an die Grafen von der Mark und von Jülich.
Das erste Mal, dass Engelbert II. von der Mark namentlich an der Seite seines Vaters kämpfte.

 

 

 

1303: Burg Bredevoort erobert mit Beistand von Bischof Otto von Münster.
Burg Hovestadt zerstört.
Soest und Dörfer der Umgebung niedergebrannt.

 

 

 

1305: Graf Eberhard von der Mark wird zum Statthalter von Geldern ernannt.
Fehde zwischen Eberhard und Bischof Otto von Münster.
Burg Dülmen wird eingenommen.

 

 

 

1307: Der Droste Rutger von Altena hält Abrechnung seiner 12 Jahren Drostezeit mit den Worten:
Herr, ich begehre von euch keinen anderen Lohn, als dass meine im Amt euch erwiesenen Dienste euch angenehm seyen. Befriediget nur meine Gläubiger, denen ich für euch noch haftbar bin, und was von der laut der Berechnung mir gebührenden Summe übrig bleibt, das behaltet für euch.

 

 

 

 

 

 

1308: Graf Eberhard I. von der Mark stirbt und wird in einem Hochgrab mit seiner ersten Frau Irmgard von Berg zu Fröndenberg beigesetzt.
Sein erstgeborener Sohn Engelbert wird somit Nachfolger und darf sich von nun an Graf Engelbert II. von der Mark nennen.

 

 

 

 

Vater: Engelbert I. von der Mark, reg. 28.06.1249 – 16.11.1277 Bredevoort (beigesetzt in Cappenberg)
Mutter: Kunigunde von Blieskastel (Schaumburg), gest. 1264

 

 

 

Großvater: Adolf I. von der Mark, 1194 – 1198 Graf von Altena, reg.1198 – 28.06.1249 Graf von der Mark. Ab 1226 nur als Graf von der Mark bezeichnet
Großmutter: Ludgardis - Irmgard von Geldern

Urgroßvater: Friedrich I. von Altena,1173 – 1198. Übernahm Burg und Oberhof Mark (bei Hamm)
Urgroßmutter: Alveradis von Jülich (Millendonk), gest. nach 1210

Ururgroßvater: Eberhard I. von Altena, seit 1147 Graf von Berg, ab 1161 – 1174 Graf von Altena. Stammvater der Grafen von Altena, gest. 1180
Ururgroßmutter: Tochter des Grafen Arnold von Kleve

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Burg Wetter
Um 1108 sollen die Brüder Adolf und Everhard von Berg von Kaiser Heinrich V. für treue Dienste ein Stück Land im märkischen Sauerland erhalten haben. Auf dem Berg Wulfseck bauten sie eine Burg, die sie anfangs Wulfeshagen, später Altena nannten. Dies ist eine von mindestens drei Legenden zur Gründung der Grafschaft Altena.
Nach dem Erwerb des Oberhofs Mark bei Hamm 1198 nahmen die Grafen von Altena ihren Hauptwohnsitz in der dortigen Burg Mark und nannten sich später Grafen von der Mark. Die Stammburg Altena wurde nur noch zeitweise von ihnen bewohnt und war seit 1392 lediglich Amtmannsitz.
Drei Münzen von acht, aus der Regierungszeit Graf Eberhard I. von der Mark, ausgestellt in der Burg Altena.

 

(1277 bis 1308)

 

(Wappen anklicken)

 

Zur Geschichte des
Grafen:
1273: Eberhard heiratet Irmgard von Berg.
Da ihr Bruder Graf Adolf V. von Berg die Mitgift von 2.000 Talern nicht zahlen konnte, brachte sie die Vogtei Gummersbach als Mitgift ein.
Graf Engelbert I. von der Mark schenkt dem Paar zur Hochzeit die Burg Wetter.

 

 

 

 

 

 

 

Das Reitersiegel des Grafen Eberhard I. von der Mark (1302)
zeigt den Grafen im Kettenpanzer mit übergezogenem Lettner.
Er trägt einen Topfhelm mit Schirmbrett.
Sein Streitroß ist mit einer Decke geschützt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den Urkunden erscheint im Zusammenhang mit der Nennung der Ritter Bruno und Friedrich erstmals 1214 die Ortsbezeichnung Wetter. Die Burg wurde dann 1250 bis 1274 von den Grafen von der Mark als Vorposten gegen die kurkölnische Burg Volmarstein errichtet. Graf Engelbert I. von der Mark vermachte die Burg am 28. Januar 1274 als Hochzeitsgeschenk an seinen Sohn Graf Eberhard I. von der Mark.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Helm mit Schirmbrett und auch das Wappenschild sind selbst gefertigt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siegel des Grafen Eberhard I.
von der Mark (1277 - 1308)
mit dem frühen märkischen Schild mit Schachbalken, darüber Löwe.
Umschrift:
Sigillum comitis
Everhardi de Marco

 

Auch die Pagen auf der Burg Mark müssen das Rüstwerkzeug kennenlernen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Burg Mark war eine mittelalterliche Befestigungsanlage in Hamm-Mark. Seit 1198 befand sie sich im Besitz der Grafen von Berg-Altena. Als erster Graf machte Adolf I. von der Mark die Burg zu seinem Sitz und nannte sich nach ihr comes de Marca bzw. modern Graf von der Mark.
Seit dem 3. April 1990 ist das Gelände als Bodendenkmal kategorisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wann genau die Geschichte der Burg Mark beginnt, ist heute ungewiss. Es ist eher unwahrscheinlich, dass schon im 12. Jahrhundert eine große Motte vorhanden war. Zum einen dürfte die Errichtung einer großen Befestigung in unmittelbarer Nähe zum Hauptsitz der Linie Hövel-Werl aus politischen Gründen problematisch gewesen sein. Zum anderen haben archäologische Untersuchungen bisher keinerlei Fundmaterial aus dem 12. Jahrhundert zu Tage gefördert. Die eigentliche Burg ist also wahrscheinlich erst um 1200 angelegt worden. Das damalige Anwesen war vermutlich ein Hof, der allenfalls mit einer Gräfte umgeben war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Graf als "Richter" entscheidet auch über Leben und Tod

 

 

 

Quellen:

 

 

 

Siegel von Mark
(Burgmannschaft 1272)
Das Siegel regt zum Vergleich mit dem
Marker Burggrundriß an.

 

Beschreibung:
Über zinnengekrönter Mauer mit Burgtor
erhebt sich ein Speer mit Märkischer Fahne.

 

 

 

 

 

 

Plan der Marker Burganlage nach einer Kartierung aus dem Jahre 1688. (Stadtarchiv Hamm)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adrian Weczerek alias Graf Eberhard I. von der Mark

 

 

 

Engelbert II. von der Mark alias Andre Weczerek
Darsteller-Übersicht

 

Graf Gottfried I. von Vianden alias Georg Schäfer (links), Adrian Weczerek alias Graf Eberhard I. von der Mark (rechts)

 

Im Dienste als Page auf der Burg Monreal von Graf Heinrich I. von Virneburg

 

Zufrieden schaut er drein bei einer Turnierpause auf der Wildenburg

 

 

  • *  Ulrich Lehnart, Die Schlacht von Worringen 1288, Kriegführung im Mittelalter, Frankfurt

  •    am Main/Griedel 1993

  • Levold von Northof 1357/58, Die Chronik der Grafen v. der Mark, übersetzt v. H. Flebbe (1955)

  • *  Ernst Dossmann,  Auf den Spuren der Grafen von der Mark    

  • *  Wikipedia, Die freie Enzyklopädie

 

Eine von 1200 Zinnfiguren  Modell auf Schloss Burg "Die Schlacht von Worringen"

 

 

Iserlohner Münze,
vergrößert dargestellt,
Originalgröße mit
ca. 14 mm Durchmesser

 

Graf  Eberhard I.
von der Mark
(1277 – 1308)
Beschreibung:
Der märkische Graf als
Richter und Lehnsherr mit
den Symbolen Schwert und
Zweig, durch einen Rosenkranz
bekrönt als Zeichen
seiner Grafenwürde.
(Gemälde von Wilhelm Quincke, nach Rekonstruktion von Flume)