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Historische
Korrektheit
Selber machen ist angesagt......... Bei der "Echtheit" des Materials sind allerdings Grenzen gesetzt: Noch erhaltene Originale sind rar. Es käme gar einem Wunder gleich, würde irgendwo der in Worringen getragene Wappenrock des Herzogs von Brabant gefunden. Aber ohne derartige Funde ist vieles eben nur Vermutung. In diesem Sinne sind wir so echt wie möglich. Fantasy und Gothic jedenfalls, mögen sie auch ihre Faszination haben, sind der Bildung eines unserem geschichtlichen Erbe angemessenen Geschichtsbewusstseins nicht dienlich und bleiben daher außen vor.
Aufgezeichneter
Löwe
Ausmalen mit Lack
Grundiertes Schild
mit aufgelegter Löwen- Schablone
Fertig ist das
Wappenschild von:
Elisabeth von Geldern, Gräfin von
Berg
Früher
mussten die Knappen mit Sand gefüllte Fässer stundenlang durch die Gegend
rollen. In den Fässern befanden sich (Rüstzeug) Kettenhemde, Handschuhe usw.,
die rostig waren. Durch die ständige Bewegung rieb der Sand den Rost ab.
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Letztes Update dieser Seite am: 07.02.2011
Da dies sehr Zeit-. und kraftaufwendig war, wurde eine Idee umgesetzt, die Fässer auf einen Bock zu befestigen und wie ein Wagenrad zu lagern. Auf einer Seite des Fasses verlängerte man die Lagerung mit einer Kurbel. Im Fassbauch schnitt man eine rechteckige Öffnung aus, setzte eine aus Metallblech mit Scharnier und Riegel versehende Klappe ein. Problemlos konnte dann Sand und Kettenbekleidungen ausgetauscht werden. Von dem Tag an war die Wäschetrommel geboren. Der Knappe brauchte nur noch ca. 30 Minuten kurbeln und sein Ritter war zufrieden. Im Mittelalter wie auch heute wurde diese Tätigkeit als „ROMMELN“ bezeichnet.
Georg Schäfer, alias Graf Gottfried der I. von Vianden baute nach eigenen Recherchen das Kettenreinigungsfass nach. Es ist voll funktionsfähig und erfüllt seinen Zweck im Lager, wie in der damaligen Zeit. Da dies auch einmalig ist, brachten schon so manche Mittelalterbegeisterte ihre Kettengarderobe von zuhause mit, um sie im Lager selbst gegen einen Obolus zu reinigen.
Da, wo gehauen wird, fallen auch Ringe. Deshalb ist es wohl sehr gut denkbar, dass sich unter den Reisenden einige Sarwürker befanden. Was die machten? Na, nichts anders als Eisenringe stricken (Jeder Ring wird in 2 oder 3 Ringe eingefädelt).
Im Jahre 1288 brauchte unsereiner mehr Zeit; sagen wir…- solange, bis es fertig war.
Heutzutage
geht das verhältnismäßig einfach. Man kauft sich ein Paar Ringe (25000)
für ein Hemd, und da wir es als Freizeit-Beschäftigung machen, sind wir in
ungefähr einem halben Jahr fertig. (Ja, ja, ich weiß, es könnte auch schneller
fertig sein. Aber 8 mm Durchmesser braucht seine Zeit.)
Am Hofe von Herzog Jan I. herrschte große Aufregung; er hatte nämlich einen Erbfolgen (Jan II.) bekommen. Nachdem Herzog Jan I. seinen Humpen feierlich geleert hatte, begab er sich zum Sarwürker und machte kund, welch` Freude ihm widerfahren war. Er sagte zum Sarwürker: „Möge er Maß nehmen und anfangen, für meinen Sohn einen angemessenen Kettenpanzer anzufertigen“. Der Sarwürker nahm also Maß beim Herzog und begann mit dem Stricken des Kettenpanzers. Währenddessen wurde der Sohn erwachsen. Mit sieben Jahren kam er in die Lehre; erst als Page bei einem Wohlgesonnenen Freund, dann mit 14 Jahren als Knappe („Ritter in der Ausbildung“), bis er groß und stark genug geworden war(18-19 Jahre), um Waffen und Rüstung zu tragen. Ob er dann noch Ritter werden würde, ist eine andere Geschichte.
In der Zwischenzeit war unser Sarwürker fleißig gewesen und hatte die Rüstung gerade zu dem Zeitpunkt fertig, als Jan II. groß und stark genug... - Genau, für diejenigen, die noch mitlesen; so lange brauchte man.
Eigenanfertigung
Folgendes muss man bedenken; alle Ringe wurden von Hand gemacht. Der dafür benötigte Draht wurde aus einem Klumpen Eisen von unbekannter Qualität gezogen. Der Draht wurde auf einen Stab gewickelt und mit einem Meißel aufgetrennt; die hierdurch entstehenden Ringe konnten jetzt verarbeitet werden. (Einfach 4 in 1, oder Doppel 6 in 1)
Der Sarwürker wusste nicht, wie stark die Ringe waren, so dass er die Ringe stark verbinden musste. Dies wurde durch verschweißen, vernieten oder ineinander fädeln gehandhabt. Ineinanderfädeln bedeutet: Ein Ende wurde platt geschlagen und mit einem Loch versehen; das andere Ende wurde angespitzt, durch das Loch der anderen Seite geführt, und das Gesamte wurde jetzt noch mal schön zusammengeschlagen.
Der Aufwand ist für einen einzelnen Ring beschrieben; es werden aber 25000 Stück für ein „bescheidenes“ Hemd benötigt! Dazu kommen noch:
Text: Hendrik Schaefers für
Habitare-1288 e.V.
Hendrik Schaefers
Darsteller Hendrik Schaefers
Darsteller Hendrik Schaefers
Hendrik Schaefers
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